Elektromobilität und LadeinfrastrukturBZ-104

Ladesäuleninfrastruktur und E-Mobility

Ein Ladepunkt läuft oft lange mit hoher Leistung und steht häufig im Freien. Im Ladepark kommen Trafostation, Überdachung und Masten dazu. Das Seminar verfolgt die Schutzkette vom Netzanschluss bis zum Fahrzeug und zeigt, wo Blitz- und Überspannungsschutz in die Ladeanlage eingreifen.

Präsenzseminar1 Tag · 8 UEKremmen bei BerlinTeilnahmebescheinigung
Teilnahmegebühr
179 €
netto, 213,01 € inkl. MwSt.
Dauer
1 Tag
8 Unterrichtseinheiten
Veranstaltungsort
Kremmen
Berliner Chaussee 15
Teilnehmer
5 bis 12
kleine Gruppen
Abschluss
Bescheinigung
mit Angabe der UE

Über dieses Seminar

Kein einzelnes Schutzgerät macht eine Ladeanlage sicher. Fehlerstromschutz, Überstromschutz, Schutzleiter, Potentialausgleich und Überspannungsschutz müssen zusammenpassen, und welche Ausführung zulässig ist, hängt vom Netzsystem und vom Herstellerkonzept der Ladeeinrichtung ab. Dieselbe Wallbox kann in zwei verschiedenen Netzen zwei verschiedene Schutz- und Prüfanforderungen haben.

Das Seminar arbeitet an einem durchgehenden Übungsfall: einem Ladepark mit zwölf Ladepunkten, Überdachung, Beleuchtung, Shop und eigener Trafostation. Daran werden die Schnittstellen zum Blitzschutz geklärt, vom Trennungsabstand zwischen Fangstange und Ladesäule über den Blitzschutz-Potentialausgleich bis zur Erdung mehrerer Netzanschlüsse auf einem Grundstück.

Danach folgt der Weg von der Bestandsaufnahme über Montage, Erstprüfung und Funktionsprüfung bis zur Übergabe an den Betreiber, dazu die Fehlersuche, wenn der RCD beim Laden auslöst oder eine Steckverbindung warm wird.

Seminarziel

Die Teilnehmer erhalten einen praxisorientierten Überblick über die elektrotechnischen Anforderungen an Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Sie lernen die wesentlichen Komponenten und Zusammenhänge von Ladeeinrichtungen kennen und können relevante Schutzmaßnahmen und Gefährdungen besser beurteilen.

Nach dem Seminar können die Teilnehmer typische Anforderungen an Planung, Installation, Prüfung und Betrieb von Ladeinfrastruktur nachvollziehen sowie mögliche Fehler und Risiken im praktischen Einsatz erkennen.

Seminarinhalte

01Elektrische Gefährdungen und Schutzfunktionen am Ladepunkt
02Fehlerstromschutz, DC-Fehlerströme und Überstromschutz
03Überspannungsschutz, Schutzleiter und Potentialausgleich
04Normativer Rahmen der Ladeinfrastruktur
05Praxisanlage Ladepark vom Netzanschluss bis zum Fahrzeug
06Schutzbereich, Fangstange und Trennungsabstand im Ladepark
07Überspannungsschutz für Energie- und Datenleitungen
08Erdung und mehrere Netzanschlüsse auf einem Grundstück
09Projektablauf von der Bestandsaufnahme bis zur Übergabe
10Erstprüfung, Funktionsprüfung und Dokumentation
11Fehlersuche und Praxisfälle
12Abschlussquiz

Zielgruppe

  • Elektrofachkräfte und Elektro-Meister
  • Planer, Techniker und Ingenieure
  • Fachkräfte aus Montage, Service und Instandhaltung
  • Wer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge plant, installiert, prüft oder betreibt

Voraussetzungen

Grundkenntnisse der Elektrotechnik werden vorausgesetzt. Erfahrungen mit elektrischen Anlagen sind von Vorteil. Vorkenntnisse im Bereich Elektromobilität oder Ladeinfrastruktur sind nicht erforderlich.

Ablauf und Unterrichtszeiten

1. Tag09:00 – 16:30Elektrische Gefährdungen und Schutzfunktionen am Ladepunkt, Fehlerstromschutz, DC-Fehlerströme und Überstromschutz, Überspannungsschutz, Schutzleiter und Potentialausgleich, Normativer Rahmen der Ladeinfrastruktur, Praxisanlage Ladepark vom Netzanschluss bis zum Fahrzeug, Schutzbereich, Fangmast und Trennungsabstand im Ladepark, Überspannungsschutz für Energie- und Datenleitungen, Erdung und mehrere Netzanschlüsse auf einem Grundstück, Projektablauf von der Bestandsaufnahme bis zur Übergabe, Erstprüfung, Funktionsprüfung und Dokumentation, Fehlersuche und Praxisfälle, Abschlussquiz
PausenZwei Kaffeepausen und eine Mittagspause je Tag.

Ihr Dozent

Regina Hennig, Dozentin
Regina Hennig
Dozentin

Erfahrene Referentin, Trainerin, Mentorin und Coach mit über 30 Jahren Erfahrung in internationalen Unternehmensstrukturen. Schwerpunkte sind die Konzeption und Durchführung von Trainings, die Begleitung und Entwicklung von Mitarbeitenden und Führungskräften sowie Soft Skills, Projektmanagement und Prozessoptimierung. Die Kombination aus Projekt- und Qualitätsmanagementerfahrung, internationaler Führungserfahrung und Coaching-Kompetenz ermöglicht einen praxisnahen, lösungsorientierten und nachhaltigen Wissenstransfer.

Soft SkillsProjektmanagementProzessoptimierung

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